Kurz gesagt: Welches Haaröl zu dir passt, hängt vor allem von deinem Haar ab. Für sehr trockenes, krauses Haar eignet sich dickes Rizinusöl als Kur und Arganöl für den Alltag. Feines Haar verträgt leichte Öle wie Mandel-, Jojoba- oder Hanföl am besten. Für die Kopfhaut sind leichte Öle angenehmer als dicke.
Pflanzenöle gehören seit Langem zur Haarpflege, gerade bei trockenem, lockigem und krausem Haar. Doch welches Öl passt zu dir? In diesem Guide vergleichen wir fünf beliebte Haaröle: Arganöl, Mandelöl, Rizinusöl, Jojobaöl und Hanföl. Du erfährst, woher sie kommen, wie sie sich anfühlen und wie du sie am besten anwendest.
Arganöl
- Herkunft: aus den Kernen der Früchte des Arganbaums in Marokko
- Konsistenz: mittel, zieht gut ein
- Eigenschaften: macht trockenes Haar geschmeidig, bändigt Frizz und sorgt für seidigen Glanz
- Gut für: trockenes, lockiges und krauses Haar, strapazierte Spitzen
- Anwendung: ein paar Tropfen in Längen und Spitzen, als Leave-in oder Haarkur
Mandelöl
- Herkunft: aus süßen Mandeln gepresst
- Konsistenz: leicht und mild
- Eigenschaften: macht das Haar weich und geschmeidig, eignet sich gut für Kopfhautmassagen
- Gut für: fast alle Haartypen, auch feineres Haar; ideal als Basis für eigene Ölmischungen
- Anwendung: als Leave-in, Haarkur oder zum Verdünnen von dickeren Ölen wie Rizinusöl
Rizinusöl
- Herkunft: aus den Samen der Rizinuspflanze
- Konsistenz: sehr dick und zäh
- Eigenschaften: legt sich wie ein Film um das Haar und pflegt besonders trockene Spitzen
- Gut für: sehr trockenes, krauses Haar, Haarkuren, Wimpern und Augenbrauen
- Anwendung: am besten gemischt mit einem leichteren Öl als Haarkur; mehr dazu in unserem Artikel Kaltgepresstes Rizinusöl: Anwendung für Haare, Wimpern & Haut
Jojobaöl
- Herkunft: aus den Samen des Jojobastrauchs; genau genommen ein flüssiges Wachs
- Konsistenz: leicht, nicht fettend
- Eigenschaften: pflegt, ohne zu beschweren, und glättet das Haar
- Gut für: feines Haar, Kopfhaut und Bart
- Anwendung: als Leave-in im handtuchtrockenen Haar oder für Kopfhautmassagen
Hanföl
- Herkunft: aus den Samen der Hanfpflanze (macht nicht high, mehr dazu in Macht Hanföl high?)
- Konsistenz: leicht, zieht schnell ein
- Eigenschaften: reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, pflegt trockenes Haar und trockene Kopfhaut
- Gut für: trockenes Haar, Frizz, Kopfhaut
- Anwendung: im Conditioner, als Leave-in oder als Kopfhautmassage
Die fünf Haaröle im Vergleich
| Eigenschaft | Arganöl | Mandelöl | Rizinusöl | Jojobaöl | Hanföl |
|---|---|---|---|---|---|
| Konsistenz | mittel | leicht | sehr dick | leicht | leicht |
| Pflegt trockenes Haar | ja | ja | ja | ja | ja |
| Bändigt Frizz | ja | etwas | ja | ja | ja |
| Für Glanz | ja | ja | ja | ja | ja |
| Für Kopfhautmassage | ja | sehr gut | nur gemischt | sehr gut | sehr gut |
| Für feines Haar | sparsam | ja | eher nicht | ja | ja |
| Für Haarkuren | ja | ja | sehr gut | ja | ja |
| Für Wimpern und Augenbrauen | möglich | möglich | sehr beliebt | möglich | möglich |
Welches Öl passt zu dir?
- Sehr trockenes, krauses Haar: Rizinusöl als Kur, im Alltag Arganöl
- Lockiges Haar mit Frizz: Arganöl oder Hanföl als Leave-in
- Feines Haar: Mandelöl, Jojobaöl oder Hanföl, sparsam dosiert
- Trockene Kopfhaut: Mandelöl oder Hanföl für eine sanfte Massage
Wie gut dein Haar Öl aufnimmt, hängt auch von seiner Porosität ab. Wie du sie herausfindest, zeigt dir Afrobasar: Porosität deiner Haare herausfinden.
Ausführliche Ratgeber zu einzelnen Ölen: Arganöl für Haare, Mandelöl für Haare, Kokosöl für Haare, Rosmarinöl für Haare und Hanföl für Haare & Haut. Rezepte für eine eigene Kur findest du in Haarkur selber machen.
Du kannst die Öle auch mischen, etwa Rizinusöl mit Mandelöl für eine Haarkur, die sich leichter verteilen lässt.
Jojobaöl steckt zusammen mit Mandelöl in unseren Bartölen, zum Beispiel im Premium Bartöl Black Edition. Worauf es bei Bartöl ankommt, liest du im Bartöl-Ratgeber.
Unsere Haaröle im Überblick
- Arganöl, Mandelöl, Rizinusöl und Hanföl in Bio-Qualität, kaltgepresst
- ohne Silikone
- für jeden Haartyp das passende Öl
Direkt zu den Ölen: Arganöl, Mandelöl, Rizinusöl und Hanföl.
Häufige Fragen
Was ist ein Haaröl?
Ein Haaröl ist ein Pflanzenöl oder eine Ölmischung zur Pflege von Haar und Kopfhaut. Es legt sich um das Haar, macht es geschmeidig und sorgt für Glanz. Reine Pflanzenöle wie unsere kommen ohne Silikone aus.
Wie viel Haaröl sollte ich nehmen?
Für Spitzen und Längen reichen meist ein bis drei Tropfen. Für eine Kur vor der Haarwäsche darf es deutlich mehr sein, dann wird das Öl anschließend ausgewaschen.
Kommt Haaröl ins nasse oder ins trockene Haar?
Beides geht. Im handtuchtrockenen Haar verteilt es sich gut, im trockenen Haar bändigt es Frizz und gibt den Spitzen Glanz.
Kann ich verschiedene Haaröle mischen?
Ja. Beliebt ist zum Beispiel dickes Rizinusöl mit leichtem Mandelöl, so lässt sich die Kur leichter verteilen.
Woran erkenne ich ein Haaröl ohne Silikone?
Schau in die Inhaltsstoffe: Silikone enden meist auf -cone oder -xane. Mehr dazu liest du in Haaröl ohne Silikone: Worauf du achten solltest. Wie du Arganöl anwendest, zeigt dir Arganöl für Haare.
Fazit
Argan-, Mandel-, Rizinus-, Jojoba- und Hanföl pflegen alle trockenes Haar, unterscheiden sich aber vor allem in der Konsistenz. Dicke Öle wie Rizinusöl eignen sich für Kuren, leichte Öle wie Mandel-, Jojoba- und Hanföl für feines Haar und die Kopfhaut. Probiere aus, welches Öl sich in deinem Haar am besten anfühlt.












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